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Mürbeteig - Pätzchenteig - 1 2 3 Teig - Dos & Donts (:


Mürbteig ist ein unübertrefflicher Klassiker der Backkunst, weil er sowohl für herzhafte als auch für süße Rezepte geeignet ist.
Ob Kuchen, Torten, Teigtaschen oder Quiches: Der Teig kann einfach alles, ist kinderleicht zuzubereiten und gelingt so gut wie immer. Das macht ihn so sympathisch.
Aber wie wird er am besten Hergestellt & wie verarbeitet man ihn am besten ?
Das erklär' ich euch jetzt mal (:


Mürbeteig ist deswegen so einfach weil man dafür kein Rezept braucht wenn man sich an das 1 2 3 Prinzip hält.

Das funktioniert so : 

1 Teil Zucker, 2 Teile Fett, 3 Teile Mehl.

Wenn man diese Proportionen beachtet ist das ganze auch eigentlich schon Idioten sicher, wenn man noch ein paar kleine Kniffe beachtet während man den Teig herstellt & verarbeitet !
Nochmal für die jenigen die auf dem Schlauch stehen, das wäre dann zb. 125g Zucker, 250g Butter & 375g Mehl ;)


Zum herstellen des Teiges gibt man alle Zutaten in eine Schüssel & arbeitet sie so kurz wie möglich durch, bis ein Teig entsteht der ein wenig an nassen Sand erinnert. (In meiner Lehre, bzw. in der Konditorei gibt man meist zuerst Fett & Zucker zusammen in die Maschine & lässt sie kurz geschmeidig zusammen laufen & gibt im letzten Schritt das Mehl dazu um überarbeiten des Mehls zu vermeiden.) 
Wenn man den Teig zusammen drückt hält er seine Form, ist aber nicht zu klebrig so das er zb. an der Schüssel kleben würde.
Wahlweise oder auch nach Rezept sind auch die Zugabe von Eigelb, Milch &/oder Wasser möglich, sowie Gewürze, Farben & Pasten.
Backpulver ist in Mürbeteig unüblich da keine Lockerung erwünscht ist - der Teig soll ja mürbe, knusprig, kross sein.




Tipps & Kniffe :

  • Nach der Herstellung ist es äußerst empfehlenswert den Teig erst mal in Folie gepackt für kurze Zeit in den Kühlschrank zu geben. In dieser Zeit festigt sich die Butter wieder etwas & lässt einfacheres verarbeiten des Teiges zu & in dieser Zeit hat der Zucker auch Zeit sich zu lösen & gibt so einen schöneren, glatteren Teig.
  • Für ein noch feineres Gebäck ist es auch eine gute Idee den Zucker mit Puderzucker zu ersetzten, dadurch gibt es einen noch geschmeidigeren Teig & ein zarteres Gebäck.
  • Wer die Zeit hat stellt seinen Teig eventuell daher schon einige Stunde vor Verarbeitung her. Je länger die Ruhephase/Kühlphase bis zur Verarbeitung ist, desto schöner & glatter wird der Teig.
  • Bei großen Mengen Teig am besten Portionsweise den Teig verarbeiten & den Rest bis zum Gebrauch im Kühlschrank lassen.
  • Zu häufiges ausrollen & zusammen kneten vermeiden, um zu warmen Teig bzw. zu weichen Teig zu vermeiden. Dadurch wird der Teig nur matschig & klebrig & verliert seine mürbe Beschaffenheit.
  • Die ausgerollten, ausgestochenen Erzeugnisse auf ein kaltes Blech geben, um verlaufen des Teiges zu vermeiden.
  • Bei großen Mürbteiggebäcken wie zb. Böden, am besten vor dem backen mit einer Gabel großzügig einstechen ( Fachbegriff : igeln) um unerwünschtes blasenbacken zu vermeiden.
  • zu dunkles Gebäck schmeckt schnell verbrannt, also immer schön hell & blond gold ausbacken.
  • Gebäck auf dem Blech auskühlen lassen um zerreissen oder zerbrechen zu vermeiden.



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Rezept :

6 Eier (Größe M, Raumtemperatur)
150g Zucker
Prise Salz
(Nach Wunsch auch 1Pkc Vanillezucker)

170g Mehl
15g Speisestärke
3EL Backkakaopulver
2TL Backpulver


Herstellung :

1. Eier in trennen. Backofen auf 180°C OberUnterhitze / 165°C Umluft vorheizen. Form mit Backpapier vorbereiten.
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